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Loire und Burgund 2010


So eine Weinreise macht man nicht. Zumindest jene, die immer nur den ausgetretenen Pfaden nachgehen, werden so reagieren. Das allerdings konnte uns nicht hindern, diese besondere Reise zu planen.

Am Donnerstag, den 10. Juni um viertel vor sieben starteten wir in Oberwil Richtung Burgund. In der Domaine Berthaut in Fixin wiedmeten wir uns fünf Roten aus dem Burgund. Berthaut ist ein kleineres Weingut, das sauber gemachte Burgunder anbietet, die man erst noch zu einem vernünftigen Preis haben kann. Nach einem kleineren Mittagessen ging es weiter nach Vézeley. Die Basilika Sainte-Marid-Madeleine ist ein übermächtiges Bauwerk für das kleine auf einen Hügel gesetzte Vézeley. In zurückliegenden Zeiten war Vézeley jedoch ein bedeutender Sammelpunkt für Jakobspilger aus nördlichen Ländern und aus Deutschland. Kompetent führte uns Walter Mangold durch dieses eindrücklliche Bauwerk. Am Abend begaben wir uns dann in eine Basilika der hohen Gastronomie. Marc Meneau, einer der Großen in der französischen Küche mit zwei Guide-Michelin-Sternen war das Ziel. In der Domaine de l'Espérance in Saint-Père-sous-Vézelay genossen wir gleich zu Beginn der Reise unser traditionelles D ner gastronomique.

Auf der Reise nach Sancerre beischitgten wir am Freitag das Städtchen La Charité sur Loire. Berühmt wurde es, weil die deutsche Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg dort auf dem Bahnhof in einem Zug Geheimdokumente fand, die die Abmachungen von General Guisan mit der französischen Armeeleitung aufzeigten. Anschließend durften wir in Chavignol neben Sancerre eine ausgiebige Degustation von Sancerre-Weinen erleben, und zwar bei Henri Bourgeois und von ihm persönlich empfangen. Wir erhielten eine eindrückliche Einführung in die Welt der Sauvignon-blanc-Weine von der Loire. Am Nachmittag ging es wieder auf das rechte Loire-Ufer. In Saint-Andelain erlebten wir die Sauvignon-blanc-Welt aus dem Anbaugebiet von Pouilly-Fumé im Weingut Michel Redde.

Samstag: Auf der Strecke von Sancerre nach Bourges fährt man durchs Weingebiet von Menetou-Salon, das in der Schweiz fast unbekannt ist. Menetou-Salon produziert ebenfalls Sauvignon-blancs die etwas fülliger sind, als jene von Sancerre und Pouilly-Fumé, diesen aber nicht wirklich nachstehen. Davon konnten wir uns in der Domaine Le Prieuré de Saint-Céols überzeugen. Gegen Mittag erreichten wir die Stadt Bourges, ein wichtiges Zentrum in Zentralfrankreich. Ruedi Mohler führte ein Besichtigung der immens großen Kathedrale von Bourges, die insbesondere auch wegen ihrer Fenster zu den hochrangigen Architektur- und Kunstdenkmäler Frankreichs zählt. Am Nachmittag ging die Fahrt weiter nach Saint-Amand-Montrond, wo die nächste Übernachtung angesagt war, denn wir waren eingeladen, den Hof einer bekannten Oberwil Persönlichkeit in der Nähe zu besuchen. Dieses Hofgut liegt nur unweit jenes Punktes, der le milieu de la France genannt wird.

Und schon brach der Heimreisetag an. Die Fahrt führte zunächst durch den Forêt de Tronçais. Das ist ein riesiges Eichenwald-Gebiet, das einen großen Teil jener Eichen liefert, die dann zu den berühmten barrique aus Allier-Eichen verarbeitet werden. Ein unbeschreiblicher Eindruck, sowohl für Wein- wie für Waldliebhaber! Die Reise führte dann nach Volnay im Burgunder Weingebiet, südlich von Beaune. Im Cellier Volnaysien stärkten wir uns für die Heimreise. Damit der Abschied nicht so schwer fiel, widmeten wir uns noch der Degustation von drei verschiedenen Burgunder Rotweinen.

Text:
Rudolf Mohler, Oberwil

Fotos:
Peter Blumer, Reinach; Patrick Hug, Oberwil; Rudolf Mohler, Oberwil; Paul Stöcklin, Oberwil

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